Eine Geschichte,
wie Schule auch sein kann


Gibt es einen Wärmehut?

von Sekundarstufe 1 am 09. Januar 2019
  • Allgemein

Diese zwei Tätigkeiten haben viel gemeinsam, aber nicht alles.

Unsere Experimente haben folgendes gezeigt: Während ein Wasserkocher mit 1.6 Liter für die Erzeugung eines Temperaturunterschieds von zwanzig Kelvin 160 Kilojoule an elektrischer Energie braucht, also 0,04 periodisch Kilowattstunden, muss man diesen Energieaufwand durch 4.4 dividieren, um dasselbe bei der Wärmepumpe zu erreichen. Diese braucht nur 36 Kilowattsekunden, also 36 Kilojoule, für zwanzig Kelvin Erwärmung.

Alles klar? Natürlich nicht. Die benötigte Energie Q ist ja schliesslich Masse m mal Energiekonstante c mal Temperaturunterschied delta T. Bei unseren Gegebenheiten müssten das ja 125.4 kWs sein. Ihnen ist bestimmt aufgefallen, dass die Wärmepumpe ja nicht Energie aus dem Hut zaubern kann. Deshalb heisst sie ja auch so, wie sie heisst. Nicht Wärmehut, sondern Wärmepumpe. Sie pumpt, nämlich Wärme. Die Wärmepumpe nutzt also nicht nur elektrische Energie, um Wärme zu erzeugen, sondern vor allem Wärmeenergie. Diese stammt aus einem zweiten Behälter, der kälter wird. Ihm wird ja Wärmeenergie geklaut. Wie ihnen bestimmt auf dem Bild oben auch sofort aufgefallen ist, ist es nur 29.4 % der Energie, die bei der Wärmepumpe elektrisch geliefert wird. 70.6 Prozent der Energie, die die Wärmepumpe zum Erzeugen eines Temperaturunterschiedes Delta T von 20 Kelvin benötigt, kommen aus dem zweiten Behälter. Dieser ist auch mit Wasser gefüllt und kühlt sich deutlich ab. Er könnte als Kühlschrank genutzt werden. Die Wärmepumpe als Bodenheizung. Ersteres wird sie auch bei uns in der Schule, zweiteres (noch?) nicht.