Eine Geschichte,
wie Schule auch sein kann


Les quatres Bougies oder so lange die Hoffnung lebt…

von Scuola Vivante am 04. Dezember 2018
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Es weihnachtet bei uns. Die Kinder lassen sich gerne auf die lichtvollen Themen ein und bereiten für Weihnachten vor. Backen, singen und basteln…. Adventskalenderbuch lesen, Weihnachtsfilme…

Die Woche startete zum Thema Frieden mit der Geschichte der 4 Adventskerzen. Sorgfältig, still bei Kerzenlicht, mit viel Geduld und Ausdauer, wurde die Legende auf Französisch abgeschrieben. EIn Kind brachte sogar die Geduld auf, die deutsche Version dazu zu schreiben. Die Anderen durften sie dazu kleben.

Mit Bildern aus der Gruppe und der Legende der 4 Kerzen, möchte ich  allen von Herzen eine friedliche, liebevolle und lichtvolle Adventszeit voller Hoffnung wünschen!

Die vier Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz.

Es war still.

So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte:

„Ich heiße Frieden.

Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.“

Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und flackerte und sagte:

„Ich heiße Glauben.

Auch ich bin überflüssig. Die Menschen glauben an gar Nichts mehr und sehen nur noch sich selber. Es hat keinen Sinn

mehr, dass ich brenne.“

Ein Luftzug wehte durch den Raum und die Kerze war aus.

Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort:

„Ich heiße Liebe.

Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen

nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.“

Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Dann kam ein Kind ins Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte:

„Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!“

Und es fing an zu weinen.

Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte:

„Hab‘ keine Angst!

Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden.

Ich heiße Hoffnung.“

Mit einem Streichholz nahm das Kind ein Licht von der Kerze und zündete die anderen Kerzen wieder an.

Les quatre bougies

C’était le soir de Noël. Les quatre bougies du temps de l’Avent brûlaient lentement.
L’ambiance était tellement silencieuse qu’on pouvait entendre leur conversation.

La première dit :
“ Je suis la Paix !
Je suis bien fragile. Et peu de gens arrivent à me garder allumée. Je crois que je vais m’éteindre.“
Et la flamme de la paix a commencé à baisser, jusqu’à s’éteindre complètement.

La deuxième bougie dit :
“ Je suis la Foi ! »
Et puisque la Paix n’existe plus pour éclairer le monde, je ne suis plus indispensable, cela n’a pas de sens que je reste allumée plus longtemps.“
A peine la Foi avait-elle fini de parler, qu’une brise souffla sur elle et l’éteignit.

Triste, la troisième bougie se manifesta à son tour :
“ Je suis l’Amour !
Toute seule, je n’ai pas de force pour rester allumée. Les personnes me laissent de côté et ne comprennent pas mon importance. Elles oublient même d’aimer celles et ceux qui sont tout près d’elles.“
Et, sans plus attendre, l’Amour s’éteignit.

Soudain… un enfant entre et voit les trois bougies éteintes.
“ Pourquoi êtes-vous éteintes ? Vous deviez être allumées jusqu’à la fin“
En disant cela, l’enfant commença à pleurer.

Alors, la quatrième bougie prit la parole :
“ N’aie pas peur, tant que ma flamme brillera, nous pourrons allumer les autres bougies, tu sais, je suis « l’Espérance ! “

Alors, avec des yeux brillants, l’enfant prit la bougie de l’Espérance… et, une à une, il ralluma toutes les autres.