Eine Geschichte,
wie Schule auch sein kann


Meine Fortsetzungsgeschichte – Teil 4

von Scuola Vivante am 03. März 2015
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Siebtes Kapitel

Drei Monate sind schon Vergangen, Janina beherrscht die Nixensprache schon einigermassen. Jede Woche geht sie mit Danaia mit und hilft mit Muscheln verteilen. Dadurch lernt sie die Sprache, und sie lernt Nixen kennen und schliesst viele Freundschaften. Janina fühlt sich total wohl bei den Nixen und besucht jetzt auch die Nixenschule. Sie verliebt sich in einen Jungen namens Manoa. Und er liebt sie auch, nur das weiss sie noch nicht. Und Marcel, der liebt Danaia auch immer noch.

Eines Tages, in der Menschenschule, versteckt sich Danaia mit Marcel in der Pause. Sie gibt auch ihm eine Kette mit einer magischen Muschel dran und erklärt ihm alles. Und auch er will und geht nach der Schule zu Danaia nachhause. Allerdings gibt es bei ihm zuhause mehr Probleme. Er hat nämlich 3 Geschwister, eine grosse Schwester, die ist 3 Jahre älter als er. Sie heisst Hanna. Und seinen kleinen Bruder Jonathan hat er auch. Der ist neun Jahre alt. Und seine kleine Schwester Lina. Die ist sieben Jahre alt. Alle die machen zuhause Probleme. Als Marcel seine Mama fragt, platzt Lina rein: „Marcel ist verliebt!“ Dann rennt sie weg und schreit es durch das ganze Haus. Und Jonathan kommt ständig zu Marcels Mama und will irgendwas von ihr, jetzt zum Beispiel will er mit ihr ein Puzzle machen. Und da kommt auch Hanna die Treppe runter. „Warum darf ich nie mit meinem Freund ins Kino und Marcel ist erst 12 und darf schon mit seiner Freundin keine Ahnung wohin? Das ist ungerecht!“ „Du willst ja immer am Abend! Marcel darf ja auch immer zu seinem Kumpel Leon gehen. Das ist im Prinzip das gleiche, nur halt dass er nicht zu Leon sondern zu Danaia geht.“, wiederspricht Marcels Mama Hanna. Genervt geht diese darauf wieder hoch in ihr Zimmer. „Geh nur, Marcel.“ „Danke, Mama!“

Kurz darauf sind sie in Nixantea. Marcel lernt Janinas Freund Manoa kennen, und Massada trifft er auch. „Und wie soll ich deine Sprache lernen?“, fragt er Danaia nachdenklich. „Das wirst du schnell können, Janina kann sie auch schon ziemlich gut, und sie kennt Nixantea erst seit ungefähr 3 Monaten.“ „Und wie hast du Deutsch gelernt?“, will Marcel wissen. „Puh, gute Frage. Ich habe in der Schule hier Englisch gelernt, und habe Janina getroffen. In der Stadt. Ich habe sie nach dem Weg gefragt, und wir haben uns ganz oft getroffen, bis ich irgendwann ziemlich gut Deutsch konnte.“, meint Danaia. „Okay. Und wie heisst denn deine Sprache?“, fragt Marcel weiter. „Keine Ahnung. Ich sage einfach immer Nixensprache. Aber ich weiss, wie wir es rausfinden können. Komm mit, ich kenne jemanden, den wir fragen können.“ Und schon flitzt Danaia los, Marcel im Schlepptau hinterher.

Da kommen sie zu einer grossen, blauen Wohnmuschel. Danaia klingelt. Schon kommt eine Nixe die Tür aufmachen. Sie hat eine wunderschöne, golden schimmernde Flosse und einen langen, dunkelblonden Zopf. Sie sagt: „Jifra Danaia! Ge dinte konto?“ „Jifra. Da je Marcel. Ke nea kanfare.“ Da platzt Marcel rein: „Danaia! Ich habe kein Wort verstanden, kannst du bitte übersetzen?“ „Ups, ja klar. Sie hat gefragt ob es etwas neues gibt, und ich hab dich vorgestellt.“ „Okay, und wie heisst sie?“ „Nitaria.“ „Mein Gott, habt ihr hier alle so exotische Namen?“ „Das hab ich mich an eurer Schule auch gefragt.“ Danaia dreht sich um. „Nitaria, farge ja gnadre di Nixantea?“ Die antwortet: „Jik du gare notras? Liko. Veranika, lorikantojare Varania. Vorta ge hatte je lanta Germanica. Je dantena ke Lena y Koral. Koral est danf espico ja nere. De gnadre di Nixantea ja denn inmer jerantinama.“ „Liko, fortori. Furaru!“

Sie schwimmen davon. „Siehst du? War doch ganz einfach!“ Marcel aber meint: „Keineswegs. Ich hab nämlich kein Wort verstanden.“ „Zuerst war hier auch nur die Deutsche Sprache verbreitet. Dann kamen Lena, aus Deutschland, und Korale, aus Kolumbien, und sprachen hier ihre Sprache. Es war ein Mix aus Deutsch und Kolumbianisch-Spanisch. Und so hat sich unsere Sprach immer weiter verändert. Sie heisst Veranisch. Nach meiner Oma Varania benannt.“ „Echt? Cool! Wieso?“ „Sie war die bedeutendste Königin von Nixantea!“ „Oh. Deine Oma? Wer ist denn jetzt Königin?“ „Mein Papa und meine Mama regieren zusammen.“ „Was? Das hast du mir ja gar nicht erzählt!“ „Und ich werde die nächste Königin.“ „Danaia, bin ich froh, dass ich dich habe und kein anderes Mädchen!“ „Warum?“ „Ich mag es, wie du mit mir redest, und du weisst immer, wie du einen Witz einbauen kannst. Ich schätze deinen Humor!“ Danaia fällt ihm um den Hals. Sie geben sich einen Kuss, dann müssen sie zurück zum Strand. Dort verabschieden sie sich mit einer Umarmung. Aber Marcel hat noch immer eine Frage. „Wie heissen eigentlich deine Eltern?“ „Meine Mama heisst Olenia und mein Papa Maurotius.“ „Schon wieder so exotisch. Na gut, bis morgen!“ „Bis morgen! Und übrigens, Marcel ist auch exotisch, und der Name von deinem Bruder Jonathan auch. Und Hanna und Lina ist auch nicht gerade besser.“ „Mann, das sind ganz normale Namen. Nur für dich klingt das komisch, weil bei euch keiner solche normale Namen hat.“ „Bis morgen, du Schlaumeier!“, beendet Danaia das Gespräch. „Bis morgen!“

 

 


 

To be continued…