Für heute ist Besuch aus Griechenland angekündigt. Eine Meeresbiologin von der Umweltschutzorganisation Archipelagos, die sich leidenschaftlich für die Natur einsetzt, ist hier. Aliki Padou hat in München Biologie studiert und untersucht seit einigen Jahren die Mönchsrobben auf der Insel Kefalonia. Der Vortrag beginnt.
Von der Erklärung wie die Alpen entstanden sind bis zu den vielzähligen Meeresbewohnern und ihren Lebensweisen, erzählt sie auf interessante Weise und hat viele farbenfrohe Bilder mitgebracht. Anekdoten vom einfachen Wohnen im Leuchtturm bis zum Robbenaufspüren in Unterwasserhöhlen lassen einen vom Forscherleben schwärmen.
Die Gegend von Kefalonia hat viele schroffe Westküstenhänge und unzählige Buchten ohne Strassenzugang. Aliki erzählt von den zahlreichen Meeresbewohnern: Der Suppenschildkröte, dem gemeinen Delphin, dem Finnwal und der Hornkoralle, um nur einige zu nennen. Ihre Umweltschutzaktion ‘Archipelagos’ ist stets bemüht die tierischen Bewohner und die Pflanzenwelt zu schützen. Vor allem die Mittelmeermönchsrobben (lat. monachus monachus) werden regelmässig beobachtet und mit der Hilfe der Fischer vor den negativen Veränderungen der Umwelt geschützt. Früher gingen die Meeressäuger zur Brutaufzucht an die offenen Strände. Durch den vermehrten Tourismus und die ständige Zerstörung des Lebensraums ziehen sie sich heutzutage aber lieber in Meereshöhlen oder sogar Unterwasserhöhlen (Eingang ist unter Wasser) zurück. Ziel der Forscher ist es die Tiere fotografisch zu dokumentieren, zu zählen und ihre Lebensgewohnheiten zu erforschen. Mönchsrobben sind nicht einfach zu zählen, früher gab es vermutlich viel mehr. Durch die Arbeit der Forscher und die Freundschaft zu den Fischern ging die Tötungsrate zum Glück rasant zurück. Heute gibt es wahrscheinlich noch etwa 500-600 Tiere.
Das Mittelmeer ist reich und die Artenvielfalt sehr gross. Sie ist es wert das Meer zu schützen. ‘Die Umwelt zu zerstören ist einfach. Sie heute zu schützen ist mühselig und teuer, aber lohnend. Sie morgen wieder aufzubauen ist vielleicht unmöglich.
von Martina Morger

